Münchner-Kindl-Stollen oder meine Lieblingsbäckerei von innen

Jetzt hatte ich Möglichkeit, bei der Bäckerei Hoffmann hinter die Kulissen zu schauen. Gemeinsam mit der Münchner Volkshochschule konnte man einen Weihnachtsstollen backen, in den Räumlichkeiten der Bäckerei Hoffmann. Zu Zwölft fanden wir uns ein(3m und 7 w) und wurden von Bäckermeister Hoffmann und seinem Sohn Michael (5. Generation) zum Stollen backen begrüßt. Na gut, was heißt Stollen backen. Meister Hoffmann machte, wir schauten zu und lauschten seinen Ausführungen. Schön der Reihe nach, erst kommt der/das Dampfl. Hä, was das ist? Der Hefeteig. Der muß ja am längsten gehen. Aufgehen, nicht fort. In einem zweiten Rührbottich dann der Restteig, also das Mehrere. So mit Mehl, Butter, f r i s c h aufgeschlagenen Eiern, Marzipan, Zucker usw. und tüchtig rühren. Maschinell, sonst hätte der Volkshochschulkurs nicht 3 Stunden sondern einen Tag gedauert.

Dann kamen die leckeren Sachen dazu. Mandeln und Macadamia Nüsse. Vorher eingeweicht in Wasser, damit sie feucht bleiben im Teig und nicht die Feuchtigkeit aus dem Teig ziehen. Dann die Sultaninen, Orangeat und Zitronat die ein ausgiebiges Bad im 38 % Rum nehmen durften. Echter Rum, wie durften schnuppern. Ein Glas war leider nicht zur Hand. Also alles feine Sachen. Das Rezept wurde uns sogar mitgegeben

Der Teig bekam reichlich Zeit zum aufgehen und wir inzwischen frisch aus dem Ofen dänischen Kirschplunder mit Kaffee. Dänisch deshalb, weil dort die doppelte Menge Butter dazukommt, im Vergleich zum sparsamen deutschen Plunder.

Wir durften dann jeder ein Batzen Teig noch einmal tüchtig durchkneten und in eine Form pressen. Das war dann jeweils der persönliche Stollen. Mit einem  Namenszettel gekennzeichnet, damit jeder seine eigene Knetmasse wiederbekommt.

Während der Backzeit führte uns Herr Hoffmann noch durch die weiteren Räumlichkeiten und stand bereitwillig Antwort zu unseren neugierigen Fragen. Da wurde noch einmal ganz deutlich, dass das Bäckerhandwerk hier wirklich noch zu Hause ist. Da geht alles langsam,  weil die Qualität offensichtlich Vorrang hat.

Nachdem der Backofen dreimal geklingelt hatte, (die ersten zwei Male reichten noch nicht )

wurden die Meisterstollen aus dem Ofen geholt, kurz getauft, in einem heißen Fettbad und leicht gezuckert mit einem mit Vanille verfeinerten Zucker.

Nach 3 Stunden konnte dann jeder von uns „seinen“ Stollen in eine Tüte packen und nach Hause mitnehmen. Am Wochenende hat er dann genug geruht, wird noch einmal kräftig gepudert und dann……..

Wird er ganz sicher das Weihnachtsfest nicht erleben.

Von wegen, er wurde bereits seiner Unversehrtheit beraubt und er schmeckt wirklich toll und schaut auch noch gut aus, oder ?

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Published in: on November 26, 2010 at 8:41 pm  Comments (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ja, der schaut sehr schön aus.

  2. Da muß ich doch mal schauen, ob mein Brotbackmeister so etwas auch kann.


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