So stand ich im Buchladen und überlegte ernsthaft, wem im hier in diesem Fall den Vorzug geben sollte.
Auf You tube gibt es Auszüge aus dem Film, die mir eigentlich gut gefallen haben.
Trotzdem, momentan überwiegt die Lesephase mit dem Kopfkino meine Entscheidungen.
Es lohnte sich.
Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Vergnügen an einem Buch wie diesem.
Das Labyrinth der Wörter
Geschrieben von Marie-Sabine Roger
Es handelt von Germaine Chaze. Er ist eigentlich der Dorfdepp. Seine Bildung ist weit unter dem Durchschnitt. Sein Lesevermögen entspricht einem Zweitklässler.
Aber wie so oft in so einem Fall, er hat das Herz auf dem rechten Fleck, hilft aus, wo es notwendig ist.
Seinen Vater kennt er nicht, seine Mutter nennt ihn in der Jugend einen Schwachkopf und als er älter wird, zieht er daheim aus. Raus aus dem Haus, verlässt seine Mutter und lebt von da an im Wohnwagen, am anderen Ende des Grundstücks.
Hier Mutter im Haus, dort Germain in Sichtweite, aber unter eigenem Wohnwagendach.
Fast täglich ist er im Park und zählt die Tauben. Er hat ihnen Namen gegeben und freut sich wenn alle vorhanden sind.
Dann trifft er im Park die alte Dame, Margueritte.
Sie ist ein zerbrechliches Wesen, schon ziemlich alt, sehr feinsinnig, weitgereist und belesen.
Sie beginnt Germains Leben auf den Kopf zu stellen.
Sie zeigt ihm, dass man Bücher nicht nur zum Ausgleich eines wackligen Tisches verwenden kann.
Das Buch ist in der Ichform geschrieben und es ist Germain, der seine Gedanken hier zum Ausdruck bringt. In der ihm ganz eigenen Weise seines Denken und Handelns.
Wie bereits erwähnt, es ist ein wirklich lesenswertes Buch, geschrieben in teilweise sehr kurzen Kapiteln, die einen immer wieder veranlassen, das soeben gelesene noch einmal kurz im Kopfkino ablaufen zu lassen.
Ich werde es sicher nicht nur einmal lesen.















